Mobbing – Wer tatenlos zusieht, zahlt

Auf den ersten Blick ist Mobbing eine Sache zwischen dem, der mobbt und dem, der gemobbt wird. Also eine Sache zwischen Täter und Opfer.

Wer aber genauer hinschaut, wird erkennen, dass es noch weitere Personen gibt, die in irgendeiner Form an dem Vorfall beteiligt sind. Eine bedeutende Rolle kommt den Kollegen zu, die selbst nicht mobben, aber tatenlos zusehen, sich nicht um die Mobbingsituation kümmern, das Geschehen einfach weiter laufen lassen oder schnell wegsehen. Die „Möglichmacher” – wie Experten diese Personengruppe bezeichnen – vermitteln dem Mobber durch ihr Verhalten den Eindruck, dass sie seine Aktivitäten unterstützen. Gleichzeitig denkt der Gemobbte, dass alle Kollegen gegen ihn sind.

Solch ein passives Verhalten kann einen „Möglichmacher“ auch zur Zahlung von Schadenersatzleistungen und Schmerzensgeldzahlungen verpflichten.